Es gibt grundlegende Unterschiede zwischen der Englischen Lebensversicherung und dem deutschen System der Lebensversicherungen. Die auffälligste Eigenschaft englischer Versicherungen besteht in den meistens höheren Ablaufleistungen, im Gegensatz zu einer deutschen Lebensversicherung.
Die Renditevorteile englischer Versicherungen liegen in dem grundsätzlich anderen Aufbau der Versicherungssysteme. Die verschiedenen Anlagestrategien zeigen sich vor allem im Aktienportfolio des Versicherungsvertrages.
Die englischen Versicherungsunternehmen verfügen über freie Anlagepolitik und so haben die Möglichkeit einen größeren Teil des ihnen anvertrauten Kapitals in Aktien zu investieren, als deutsche Versicherungsunternehmen. (in Deutschland kann man maximal 30% des Anlagekapitals in Aktien investieren). Das englische Versicherungssystem besteht seit 1699, so haben die englischen Unternehmen eine breite Erfahrungsbasis in der Aktienbranche, die sich in den hohen, sicheren Renditen eindeutig zeigt.
Das „with-profit“-Anlageprinzip
Das englische Versicherungssystem hat als Grundlage die Investition wesentlicher Teile des Deckungsstocks in Aktien. Weitere Anlagen erfolgen in Immobilien, festverzinsliche Wertpapiere etc..
Grundlage des with-profit-Anlageprinzips bildet die Gewinnbeteiligung der Versicherungsnehmer an den erwirtschafteten Profiten. Basis für das einfache Funktionieren der „with-profit“-Anlage stellen die hohen Kapitalreserven der Versicherungsgesellschaft dar. Diese Reserven bieten nicht nur Sicherheit für den Anleger, sondern machen die ausgesprochenen Garantieverpflichtungen möglich.
Englische Versicherer sollten mit keiner Einschränkung in der Kapitalanlage rechnen. Für eine erfolgreiche Aktieninvestition benötigt man in erster Linie Erfahrung. Durch diese erfolgssichernde Erfahrung, den so genannten Assetmanagement, haben die englischen Versicherungsunternehmen die Möglichkeit durchweg aufzuwarten und die vergangenen Renditen argumentieren, dass englische Versicherer, und vor allem deren Kunden, nicht nur kurzfristig von zunehmenden Börsenkursen Nutzen haben, sondern über lange Perioden hohe Renditen, mittels aktienorientierter Anlagestrategien, erreichen.
Im Vergleich zu deutschen Versicherungsgesellschaften verfügen englische Anbieter über Jahre hinweg über höhere Renditen. Diese verschiedenen Gewinnerzielungsmöglichkeiten sind mit der Funktionsweise der beiden Systeme zu erklären. Vor allem die Höhe der Anlageanteile in Aktien unterscheidet die Systeme.
Hinsichtlich der Kontrolle und Sicherheit durch die englische Aufsichtsbehörde – „Financial Services Authority“ - FSA – ist das englische Versicherungssystem richtungweisend für die ganze Europäische Union. Die englischen Versicherungsgesellschaften sind seit 1986/88 durch die strenge, kundenfreundlich wirkende FSA überprüft und überwacht. Die FSA lässt den Versicherungsgesellschaften aber freie Hand in Bezug auf die Wahl der Investitionsart.
Neben der Aufsichtsbehörde FSA, werden englische Versicherungsgesellschaften und ihre Angebote in regelmäßigen Abständen von unabhängigen Rating-Agenturen eingeschätzt. Durch die unabhängigen Prüfer werden die Finanzstärke der Versicherungsgesellschaften geprüft.
Die so genannten Feuerwehrfonds stellen eine weitere Eigenschaft dar, die für die Sicherheit der Investition in englischen Versicherungen sorgt. Die Feuerwehrfonds wurden zur Einlagensicherung und demzufolge zum Schutz der Kunden eingeführt. Durch den Feuerwehrfonds wird die Zahlung von 90 Prozent des Wertes einer laufendenVersicherung gedeckt.

