Investment / Fonds

Nach deutschem Recht versteht man unter einem Investmentfonds ein Sondervermögen, welches von einer KAG geleitet und von einer von ihr unabhängigen Depotbank in Verwahrung genommen wird. In einem Investmentfonds wird von einer KAG die Gelder vieler Anleger gebündelt, um sie nach der Grundlage der Risikomischung in unterschiedlichen Vermögenswerten lukrativ anzulegen.

Es besteht die Möglichkeit Einmalanlagen zu tätigen oder einen regelmäßigen Ansparplan zu veranlassen. Des Weiteren kann man regelmäßige Auszahlungen des Depotwerts über einen Entnahmeplan einrichten. Der Vorteil bei allen 3 Möglichkeiten liegt darin, dass der Kunde flexibel bleibt und bei Bedarf allzeit die Geldsummen, Rhythmus, usw. seinen individuellen Bedürfnissen anpassen kann.

Eine sehr bequeme und ratsame Anlageform bildet eine regelmäßige Investition in Investmentfonds in Form eines Ansparplans. Es ist möglich, den Rhythmus frei zu wählen und die gewünschte Summe wird in regelmäßigen Abständen von dem Konto des Kunden eingezogen. Auf diese Weise kann man auch mit Kleinstbeträgen allmählich aber sicher ein beachtliches Vermögen aufbauen. Neben dem Zinseszins-Effekt hat auch der Cost-Average-Effekt, also der Durchschnittskosten-Effekt, eine positive Wirkung für den Kunden. Das bedeutet die Senkung des üblichen Kaufkurses von Wertpapieren. Der Anleger investiert in diesem Fall während einer längeren Periode regelmäßig dieselben Geldsummen in Wertpapiere derselben Form. Dadurch werden bei fallenden Kursen mehr, bei zunehmenden Kursen weniger Stücke gekauft. Auf diese Weise erhält der Anleger bei schwankenden Kursen ein günstigeres Resultat, als wenn er eine unveränderliche Zahl von Wertpapieren gekauft hätte. Selbstverständlich ist es möglich, einen Investment-Sparplan bei Bedarf allzeit ohne Einhaltung von Kündigungsfristen oder Mindest-Sparzeiten zu ändern, zu stoppen oder die Anteile zu verkaufen.

Laufzeiten

Ausser bei besonderen Anlageprodukten wie zum Beispiel Laufzeitfonds gibt es hierbei in der Regel keine feste Laufzeit.

Kündigungsfrists

Man sollte mit keinen Kündigungsfristen rechnen. Der Anleger hat die Möglichkeit seine Anteile grundsätzlich börsentäglich zum jeweils geltenden Rücknahmepreis verkaufen.

Kosten

Hierbei unterscheidet man zwei Komponenten von Kosten: a. Die einmalige Kaufgebühr, der so genannte Ausgabeaufschlag; b. die laufenden Kosten auf Fondsebene.

Wesentlichen Vorteile der Fondsanlagen gegenüber der Direktanlage

Nach der Grundlage der Risikomischung beteiligt sich der Anleger an Möglichkeiten und Risiken vieler Wertpapiere, so dass es möglich ist, das Senken des Börsenkurses eines Wertpapiers durch die Erhöhung eines anderen auszugleichen. Darüber hinaus sollte man beim direkten Wertpapierbesitz mit sehr hohen Kosten bei Kauf oder Verkauf rechnen. Des Weiteren wird die Aufgabe der Marktbeobachtung von Fondsmanagern überommen, so dass der Anleger sich nicht jeden Tag um seinen Fonds kümmern muss.

Fondsarten

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Fonds zu unterscheiden, zum Beispiel nach der Art ihrer Ausschüttung, Bereichen, oder Regionen. Die wichtigste Unterscheidung bezieht sich auf die Wertpapierart, in der ein Fonds meist investiert. Hierbei unterscheidet man in erster Linie Aktienfonds, Geldmarkt- bzw. geldmarktnahe Fonds und Rentenfonds oder auch Mischfonds.