In Deutschland kann man zwischen der gesetzlichen Krankenversicherung und der privaten Krankenversicherung wählen. Bei der privaten Krankenversicherung wird die Versicherungsprämie nach den Wünschen des Versicherten errechnet, das bedeutet, dass die Leistungen im Vorfeld festgelegt werden müssen. Die private Krankenversicherung hängt also nicht wie die gesetzliche Krankenversicherung vom Einkommen ab, sondern von den gewählten Leistungen. Rücklagen, die in der privaten Krankenversicherung gebildet werden, werden dann in späteren Jahren beachtet. Deshalb ist es sinnvoll, falls man eine private Krankenversicherung abschließen möchte, dass man sich frühzeitig für diesen Schritt entscheidet, da mit jedem weiteren Lebensjahr der Monatsbeitrag steigen wird.
Ebenfalls spielt der Gesundheitszustand des Antragstellers bei der privaten Krankenversicherung eine wichtige Rolle. Personen, die nicht zu 100 Prozent gesund sind, müssen für jede Krankheit einen Risikozuschlag bezahlen. Dies kann zu massiver Erhöhung der monatlichen Prämie führen. So sind die Beiträge ins Rentenalter am höchsten. Aufgrund einer aktuellen Umfrage sind in Deutschland momentan ca. 13 % privat versichert. Eine private Krankenversicherung schließen in erster Linie Personen ab, die gesetzlich nicht pflichtversichert sind. Dazu gehören Arbeiter und Angestellte, deren Bruttoeinkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt. (Aktuell 48600 € pro Jahr). Darüber hinaus sind auch viele Selbständige, die sich privat versichern. Bei dieser Gruppe ist das Einkommen von keiner Bedeutung. In der privaten Krankenversicherung sollte jeder Versicherte einen eigenen Beitrag zahlen. Dieser hängt von folgenden Faktoren ab: Alter, Geschlecht, Gesundheitszustand.
Frauen sollten in der Regel in der privaten Krankenversicherung einen höheren Beitrag zahlen, denn sie werden meistens älter als Männer.
Bei der privaten Krankenversicherung ist es möglich auch eine Selbstbeteiligung zu vereinbaren. Diese liegt zur Zeit bei 5000 € pro Jahr, das bedeutet, dass alle Kosten über dieser Selbstbeteiligung hinaus von der Krankenkasse übernommen werden.
Vorteile der privaten Krankenversicherung
- 1. Sie bietet auch Tarife mit globalem Versicherungsschutz.
- 2. Der Versicherte hat die Möglichkeit seinen Arzt selber zu wählen.
- 3. Der Versicherte wird als Privatpatient behandelt.
- 4. Man hat die Möglichkeit die Leistungen der privaten Krankenversicherung innerhalb seines Versicherungsschutzes selber auszuwählen und dadurch die Höhe der Beiträge zu bestimmen.
- 5. Je nach Tarif werden die Kosten für Impfungen übernommen.
- 6. Durch die individuelle Tarifwahl kann man bei einer stationären Behandlung Unterkunft im Einbettzimmer zu beanspruchen.
- 7. Durch die private Krankenversicherung werden – je nach gewähltem Tarif – die Kosten eines Heilpraktikers übernommen.
- 8. Für Zahnersatz gibt es eine Kostenerstattung von wenigstens 60 %, je nach Tarifwahl sogar von 100 %.
- 9. Falls der Versicherte innerhalb eines Jahres keine Leistungen in Anspruch nimmt, erhält er – je nach Tarif – eine Beitragsrückerstattung.
- 10. Singles, die über hohes Einkommen verfügen, haben die Möglichkeit von einem Wechsel zur privaten Krankenversicherung erheblich zu profitieren.
- 11. Es gibt keine staatlichen Eingriffe in die Beitragshöhe und den Leistungsumfang.

